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Zahnlücken ade – die moderne Zahnbrücke

Gute Zahnbrücke Ein Sturz vom Rad oder ein Unfall im Haushalt und es ist geschehen: Zähne sind verloren. Was bleibt, ist nicht selten eine unschöne Lücke im strahlend weißen Lächeln. Was dann? Abhilfe kann zum Beispiel eine Zahnbrücke schaffen. Denn sie ist deutlich kostengünstiger als ein Implantat. Doch was ist eine Zahnbrücke? Wie läuft die Behandlung ab? Und was sollte man sonst noch über den Zahnersatz mit dem Namen Zahnbrücke wissen, bevor man sich für eine solche entscheidet?

Was ist eine Zahnbrücke?


Als eine Zahnbrücke, oder oft einfach nur als Brücke bezeichnet, wird ein Zahnersatz bezeichnet, der meistens an zwei Zähnen befestigt wird und eine Lücke schließt, die sich zwischen diesen Zähnen befindet. Man könnte sie mit einem Steg oder auch, wie der Name es bereits andeutet, mit einer tatsächlichen Brücke vergleichen, die uns Gewässer überqueren lassen. Bei der Zahnbrücke dienen die Zähne, die sich jeweils rechts und links neben der Zahnlücke befinden, als so etwas wie ein Pfeiler - Pfeilerzähne genannt. An diesen wird die Zahnbrücke in Form von Kronen verankert und somit befestigt. Sind keine natürlichen Zähne mehr vorhanden, kann eine Zahnbrücke aber auch an einem Implantat oder an einem geklebten Pfeiler befestigt werden. Die Befestigungsart wirkt sich jedoch nicht selten unerheblich auf die Belastbar- und Haltbarkeit aus. Grundlegend hält eine Zahnbrücke jedoch zwischen 10 und 20 Jahren und kann Lücken schließen, die bis zu vier fehlende Zähne umfassen.

Wie läuft die Behandlung ab?


Eine Zahnbrücke ähnelt - wie der Name es bereits andeutet - einer Überbrückung, wie wir sie aus dem täglichen Leben kennen. Sie besteht aus mehreren Planken und die Zähne links und rechts der Lücke, dienen ihr als Pfeiler. Sie werden speziell präpariert, sodass die Zahnbrücke an diesen verankert werden kann. Es ist jedoch der Zustand der beiden Zähne, die als Pfeiler dienen sollen, der darüber bestimmt, welche Art der Zahnbrücke angefertigt werden sollte. Denn ein schlecht erhaltener Zahn könnte eventuell nicht gut als Pfeilerzahn geeignet sein. In diesem Fall muss über Alternativen wie beispielsweise ein Implantat nachgedacht werden. Dieses kann als alleiniger Zahnersatz für eine Lücke dienen, aber auch als Pfeiler.
Sind die natürlichen Zähne als Pfeiler geeignet, werden diese erst einmal vorbereitet. Das bedeutet, dass Krankheiten wie Karies behandelt und vorhandene Füllungen entfernt werden müssen. Anschließend werden die Zähne beschliffen und Abdrücke genommen. Zudem muss die Zahnfarbe bestimmt werden. Nun wird ein individuelles Brückengerüst angefertigt, das meistens einige Tage später beim Zahnarzt ein- und angepasst wird. Dabei wird geschaut, ob das Gestell in Sachen Höhe, Spannungsfreiheit und Einschubrichtung passt. Falls nicht, werden Korrekturen und Anpassungen vorgenommen. Erst wenn alles sitzt und passt, wird die finale Zahnbrücke im Labor fertiggestellt. Ist dies geschehen, wird jedoch auch die tatsächliche Brücke angepasst. Restspannungen werden beseitigt – und das alles kann auf Wunsch des Patienten unter örtlicher Betäubung geschehen.

Was kann eine Zahnbrücke kosten – und was zahlt die Krankenkasse?


Die Kosten einer Zahnbrücke lassen sich nicht pauschal aus der Ferne berechnen. Meistens hängen diese jedoch von Faktoren wie der Brückenart, dem verwendeten Material und dem Behandlungsumfang ab. Demnach können sich die Kosten für eine Versorgung mit einer Zahnbrücke zwischen 450 und 7000 Euro belaufen. Die gesetzlichen Krankenkassen kommen hierbei nur für die Standardversorgung auf, welche eine Zahnbrücke auf Stahlbasis darstellt. Davon werden jedoch, je nach Status des Bonusheftes, nur bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten übernommen. Das bedeutet, dass die meisten Krankenkassen, je nach Lage der Lücke, die durch eine Brücke als Zahnersatz versorgt werden soll, etwa zwischen 300 und 650 Euro zahlen.
Eine Ausnahme stellt der sogenannte Härtefall da. Hier können Patienten, die als sogenannte Geringverdiener gelten, einen Zuschuss in voller Kostenhöhe beantragen. Auch dieser beläuft sich jedoch nur auf die Kosten, die eine gesetzliche Grundversorgung mit Zahnersatz beinhaltet. Kosten, die durch Materialien wie Vollkeramik, den Einsatz von Implantaten oder andere Behandlungsarten, die unter Privatleistungen fallen, werden nicht angerechnet und demnach auch nicht beglichen.

Welche Arten von Zahnbrücke gibt es?


Brücken gibt es heute aus den unterschiedlichsten Materialien und in verschiedensten Ausführungen. Es gibt sie aus Edelmetall, aus Kunststoff, aus Keramik und auch aus Mischungen von mehreren Materialarten. Oft verwendete Metallarten sind Gold, Silber, Titan oder Dentalstahl. Diese sind jedoch mal mehr und mal weniger hochwertig, verträglich und langlebig – und demnach auch unterschiedlich teuer. Es gibt jedoch auch höher- und minderwertigere Keramik- und Kunststoffarten – und Mischungen aus beidem. Auch diese unterscheiden sich in ihrer Haltbarkeit, Verträglichkeit und in den Kosten. Eine der modernsten Materialarten ist Zirkon. Es ist langlebig, enorm verträglich und sieht ungemein natürlich aus. Es ist allerdings auch recht kostspielig.
Zudem gibt es verschiedene Brückenarten. Es gibt sogenannte Vollgussbrücken, die eine Brücke beschreiben, die in einem Guss entstanden ist. Darüber hinaus wird zwischen einer festen Zahnbrücke, die dauerhaft im Mund eingepasst wird und einer Schaltbrücke, die mehrere Lücken in einer Zahnreihe schließen soll. Eine Teleskopbrücke beschreibt hingegen eine Brückenart, bei der eine feste und eine herausnehmbare Teilprothese und Brücke verbunden werden. Bei einer Implantatbrücke wird die Brücke an mindestens einem Implantat verankert, während eine Kombinations-, Hybrid- oder auch Verbundbrücke eine Kombinationsbrücke beschreibt, die vor allem bei großen Zahnlücken Verwendung findet. Fehlt hingegen der letzte Zahn der Zahnreihe, wird oft eine Freiendbrücke eingesetzt: Diese wird nur an einer Seite verankert.
Eine provisorische Zahnbrücke kommt in der Regel oft zum Einsatz, wenn die finale Zahnbrücke angefertigt wird, und dient somit nur als Übergangslösung. Ein Langzeitprovisorium wird hingegen dann eingesetzt, wenn die Behandlung – etwa aufgrund eines schlechten Mundzustandes – längere Zeit in Anspruch nimmt. Darüber hinaus gibt es günstige und schnell anwendbare Klebebrücken und sogenannte Inlaybrücken, die eher einen ästhetischen als praktischen Nutzen vorweisen können. Das bedeutet: Sie schließen zwar optisch eine Lücke und ersetzt Zähne, sind in der Regel aber nicht wirklich belastbar.

Welche Komplikationen und Risiken gibt es?


Natürlich birgt auch die Versorgung mit einer Zahnbrücke so manche Komplikation und auch so manches Risiko – wobei einige häufiger vertreten sind als andere. Da die Pfeilerzähne beschliffen werden, beklagen viele Patienten beispielsweise veränderte Kau- und auch Höhengefühle im Mundraum, eine gesteigerte Sensibilität gegen Wärme und Kälte und Spannungsgefühle. Oft treten diese Beschwerden allerdings nur in den ersten Wochen nach der Anfertigung und Einsetzung der Brücke auf und lassen später nach. Durch die Behandlung können aber auch Nervenschädigungen entstehen, die im schlimmsten Fall von dauerhafter Natur sind. Zudem können auf kurz oder lang Allergie gegen Materialien wie Metall entstehen und die Zähne können durch das Beschleifen oder die zusätzliche Belastung beim Kauen schneller absterben. Ein weiteres Risiko ist ein Abbau der Knochen, der verstärkt im Bereich der überbrückten Lücke auftritt – da dieser beim Kauen nur noch bedingt belastet wird.

Wie sieht die Vorsorge und Nachsorge aus?


Vor der Versorgung mit einem Zahnersatz wie der Zahnbrücke muss der Zustand des Gebisses begutachtet und eingeschätzt werden. Das geschieht in der Regel durch eine Kontrolle und Besichtigung beim Zahnarzt. Zudem wird oft ein Röntgenbild des Kiefers und des Mundraums angefertigt. Anschließend wird der Mundraum saniert und Defekte und Defizite wie Karies oder Zahnfleischentzündungen werden behandelt oder beseitigt. Erst wenn der Mundraum in einem halbwegs gesunden Zustand ist, kann die Vorbehandlung für das Einsetzen der Brücke beginnen.
Die Nachbehandlung beginnt grundlegend direkt nach dem Einsetzen der Brücke. Denn damit diese möglichst lange erhalten bleibt, müssen die Zähne gepflegt und regelmäßig kontrolliert werden. Zudem sind eine gründliche Zahnhygiene und professionelle Zahnreinigungen in regelmäßigen Abständen unerlässlich. Denn vor allem bei festen Brücken erreicht man selbst mit speziellen Dentalbürsten und Zahnseide nicht alle Zwischenräume.

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Wie Sie Ihre Kosten für Zahnersatz erheblich reduzieren wurde am 18.08.2020 16:40 Uhr aktualisiert.