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Keramik-ummantelte Zahnimplantate aus Titan

Keramikummantelte Zahnimplantate aus Titan

Viele stehen bei Zahnimplantaten vor der Frage nach dem Material: Keramik oder Titan?
Beide haben eindeutige und überwiegende Vorteile, aber auch Schwachpunkte. Deshalb entstand eine völlig neue, innovative Implantatgeneration.

Die Vorteile beider Materialien werden vereint: Titanimplantate mit einer Ummantelung aus Keramik

Seit mehr als 40 Jahren haben sich Titanimplantate in der Zahnchirurgie bewährt. Als biokompatible Alternative kamen seit ca. 20 Jahren Keramikimplantate dazu. Eine beachtliche Weiterentwicklung bieten keramisch-ummantelte Titanimplantate. Diese nutzen auf innovative Weise die Vorzüge beider Materialien.

Von sachkundigen MKG-Chirurgen ist immer wieder zu hören, dass die reinen Keramikimplantate bei bestimmten Kiefersituationen einer Bruchgefahr unterliegen. Andererseits werden bei Implantaten aus Titan immer wieder sogenannte "Unverträglichkeitsreaktionen" beobachtet. Deshalb bieten Reintitanimplantate mit einer Keramikummantelung die Chance, die jeweiligen Vorteile miteinander zu verbinden und Beseitigung der Nachteile.

Vor Korrosion schützt ein hauchdünnes Keramik-Coating.

Um diesen Schutz zu erreichen, werden die Titanimplantate mit einer Beschichtung (Coating) aus Nioboxid und Zirkonoxid versehen. Bei dieser Beschichtung handelt es sich um eine Hoch-Vakuum-Beschichtung (PVD) von äußerst fester Konsistenz. Bei dieser Beschichtungsweise verbinden sich Keramikionen direkt mit der Titanoberfläche. Die Stärke dieser Schicht beträgt ca. 2–5 μm und bietet den Implantaten Schutz vor Korrosion. Damit wird ein großer Mehrwert erreicht, weil es beim Patienten nicht zu einer Unverträglichkeitsreaktion kommt.

Was ist einzelnen Studien zu entnehmen?

Die Vermutung in einzelnen Studien beruht darauf, dass schon bei Vorliegen eines physiologischen pH-Wertes eine geringgradige Korrosion auftritt. Dadurch könnten Titanionen in das Gewebe gelangen. Bei zum Beispiel einer Periimplantitis in einem sauren Milieu, erfolgt eine erhebliche Korrosionsverstärkung. Weiteren Untersuchungen ist zu entnehmen, dass die Titanionen eventuell zu einer Erhöhung von entzündlichen Prozessen führen.
So konnte Prof. Nickenig nachweisen, dass Titanimplantate durch eine Keramikbeschichtung (Keramik-Coating) zuverlässig nicht nur vor Korrosion, sondern auch vor einem mechanischen Abrieb geschützt werden können. Seit mehreren Jahren wird dieses Verfahren auch in der Endoprothetik sowie in der Wirbelsäulenimplantologie und in der Gefäßchirurgie angewendet.

Wie ist es um die Stabilität und Biokompatibilität bestellt?

Vom Grundsatz her können alle Titanimplantate eine Keramikummantelung erhalten. Dies gilt auch ohne Einschränkung für zweiteilige Implantate. Die Entstehung einer direkten Verbindung zwischen dem Material der Keramikbeschichtung und den Gingivaepithelzellen konnte durch anerkannte Testverfahren belegt werden. Diese Verbindung ist vergleichbar damit, dass sich Zellen an einen natürlich gewachsenen Zahn anheften.

Die Indikationsbereiche sind vom Grundsatz her identisch mit denen für ein normales Titanimplantat. Das nanoskalierte Keramik-Coating ermöglicht den Erhalt der Oberflächenmorphologie von bewährten Titanoberflächen. Bei der Beschichtung handelt es sich nicht nur um einen verschleißfesten, sondern auch um einen biokompatiblen Titan-Korrosionsschutz. Deshalb ist im Rahmen einer Periimplantitis-Prävention eine Relevanz nicht nur naheliegend, sondern auch sinnvoll. Die Verbindung von Titan und Keramik erfolgt lückenlos und hochfest. Deswegen erscheint der Einsatz von alternativen Materialien zu Reintitan durchaus denkbar.

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Keramisch ummantelte Zahnimplantate wurde am 06.06.2020 16:09 Uhr aktualisiert.