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Das beste Implantat-System hat Konusverbindung

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Implantate sind wie ein Baukasten


Ein Zahnimplantat zu setzen ist ähnlich, als würde man einen Dübel in die Wand/Kieferknochen drehen um fehlende Zähne zu ersetzen. Darauf setzt der Zahnarzt ein Provisorium. Nach nicht einmal einer halbe Stunde ist alles vorbei. Der Patienten wird nicht mehr belastet, als würde ein Zahn gezogen. Nun benötigt ein Implantat ca. vier Wochen bis vier Monate Ruhe, um gut einzuwachsen. Danach schraubt der Arzt einen Aufbaupfosten (Abutment) auf das Zahnimplantat und befestigt darauf eine Krone oder nutzt es als Befestigungspunkt/Pfeiler für anderen hochwertigen Zahnersatz: Das ist vergleichbar mit einem Baukasten – das Implantat als Basis bietet viele Aufbaumöglichkeiten. Aber bitte nie ohne die Preise zu vergleichen, denn die Kosten variieren häufig um mehrere Tausend Euro.


Die Schwachstelle: Abutment-Implantat-Verbindung


Bei dieser Verbindung gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Steckverbindung: Hier wird das Abutment, wie ein passgenauer Korken bei der Weinflasche, in das Implantat gesteckt und mittels einer Schraube fixiert. Da beide Teile aus Titan bestehen, muss ein gewisses Spiel vorhanden sein, sonst ließe sich das Abutment nicht in das Implantat einstecken. Es bleibt somit immer ein mikroskopisch kleiner Fügespalt erhalten – bauartbedingt.
     
  2. Konusverbindung: Einen Konus findet man z.B. auf Apothekerflaschen mit ihrem charakteristischen, exakt eingeschliffenem Glasstopfen. Diese Verbindung ist absolut passgenau. Auf ein Implantat übertragen, kann sich auch ein Laie problemlos vorstellen, dass hierbei auch kein mikroskopisch kleiner Spalt bleibt. Denn es muss nicht Metall in Metall geschoben werden, sondern der Konus des Abutments schließt wie ein perfekter konischer Deckel auf dem Zahnimplantat und wird dann ebenfalls mit einer Schraube fixiert.







Mikrospalt, Pumpeffekt und Abrieb (Abrasion)


Was ist ein Mikro- oder Fügespalt?
Fast jeder kennt die Fissurenversiegelung. Hierbei versiegelt der Zahnarzt die Furchen in den Kauflächen der Backenzähne mit Speziallack, um Kariesbakterien keine Verstecke zu bieten und die Zähne damit besser zu schützen. Verkehrte Welt, denn bei Implantaten mit Steckverbindung schafft der Zahnarzt genau das – ein perfektes Versteck für Bakterien aller Art und deren Zerfallsprodukte (z.B. Endotoxine). Unerreichbar für unsere Immunabwehr! Im Fügespalt rings um das Abutment der Zahnimplantate.

Was ist der Pumpeffekt?
Beim Kauen entstehen enorme Kräfte. Dies führt dazu, dass sich Krone und Abutment im Implantat bei jeder Kaubewegung etwas hin- und herbewegen. Während sich der Spalt auf der einen Seite schließt, öffnet er sich auf der anderen etwas weiter und dabei wird die Bakteriensuppe aus dem Fügespalt herausgepresst und läuft über das Zahnfleisch, welches ein Implantat direkt umschließt. Diese Bakteriensuppe wird von einem Fachgremium als „knochenschädigende Flüssigkeit“, „kontaminierte Substanzen“ oder „mikrobielle Kontamination“ bezeichnet und ist dafür verantwortlich, dass sich um viele Implantate mit Steckverbindung der Kieferknochen tellerförmig zurückbildet und zwischen Implantat und Zahnfleisch meist ein ästhetisch unschöner, dunkler Rand sichtbar ist.

Und was ist Abrasion (Abrieb)
Durch die Mikrobewegungen zwischen Implantat und Abutment reiben beide Komponenten aneinander, was zu Metall-Abrieb führen kann. Der Fachmann spricht von Abrasion. Dabei könnten auch kleinste Titanteilchen, sogenannte Nanopartikel entstehen. Bleibt die Frage, ob solche Nanopartikel sich im Weichgewebe des gesamten Körpers ausbreiten und welche Folgen dies haben könnte. (vgl. zweites Video von Herrn Dipl.-Ing. Holger Zipprich.)


Lösung: Implantate mit selbsthemmender Konusverbindung als Zahnersatz


Weit gefehlt! So ein Zahnarzt bei einer Expertenrunde für Implantologie: „Implantate mit Steckverbindung haben zu viele Fans, vor allem die prothetischen Pluspunkte und das einfache Handling sprechen für diese Variante…. Und aus Sicht des Prothetikers sage ich klipp und klar: Ich mag die konischen Zahnimplantate nicht, gleichgültig, was an Vorteilen diskutiert wird.“


Und was sagen Sie als Patient ?


Die Frage lautet: Wollen Sie Implantate mit Mikrospalt - inkl. „knochenschädigende Flüssigkeit“?

Für uns in der Redaktion (wir sind alle Patienten) ist die Sache eindeutig:
Wir bestehen zukünftig auf Implantate mit echter, selbsthemmender Konusverbindung

Denn sich mit jedem Implantat mit Steckverbindung einen neuen perfekten Bakterienherd einpflanzen zu lassen entbehrt für uns jeglicher Vernunft, zumal ja eine hervorragende Alternative besteht. Und niemand kann sagen, ob diese „kontaminierten Substanzen“ aus dem Mikrospalt nicht auch andere Bereiche unseres Körpers schädigen oder Erkrankungen auslösen oder fördern könnten. Denn kein Bakterienherd ist wohl gesund?

Und wenn Zahnärzte nicht bereit sind, an medizinischen Herausforderungen zu wachsen und ihren Job so einfach wie möglich gestalten möchten, dann mag das deren gutes Recht sein. Doch dann haben auch wir Patienten das Recht, motiviertere Ärzte zu wählen. Für uns ein absolutes NO GO!


Doch Konus ist nicht gleich Konus


Allein in Deutschland sind über 100 verschiedene Implantathersteller auf dem Markt. Und wie bei allen Produkten gibt es auch bei Implantaten mit Konusverbindungen erhebliche Unterschiede wie die Zipprich-Studie zeigt. Die Qualität ist abhängig von:

  • dem Winkel des Konus (Kegelwinkel)
  • der Länge der Kegelfläche
  • der Spannung der Bindungsschraube
  • und den Fertigungstoleranzen (wie exakt ist die Passung)


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Ja, auch ich möchte gute günstige Implantate!



Weitere Antworten auf häfige Fragen:
Was Kosten Zahnimplantate?
Die beste Zahnzusatzversicherung?
Zahnersatz Kosten sparen?


Quellen:
1. Das Expertengespräch auf das wir uns im Text mehrfach beziehen, fanden wir im "Dental Magazin" unter dem Titel: "EXPERTENZIRKEL - Platform-Switching: effektiv oder egal?".

2. Gute Einblicke für Interessierte bieten die beiden Videos. Die Unterschiede bei Implantat-Abutment-Verbindungen bei verschiedenen Implantat-Systemen von Dipl.-Ing. Holger Zipprich, Poliklinik für zahnärztliche Prothetik, Sektion Werkstoffkunde, Theodor-Stern-Kai 7 / Haus 29, D-60590 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0)69/6301-4714, eMail:zipprich@em.uni-frankfurt.de

So kommt Herr Zipprich zu der Aussage: "Plattform-switching is not able to prevent the bone loss" heißt: dass Plattform-Switching Knochenschwund nicht verhindern kann. Es reduziert den Mikrospalt bei Steckverbindungen, kann ihn bauartbedingt aber nicht verhindern.











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