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Fettabsaugung (Liposuktion)

Fettabsaugung oder Liposuktion zählt heute zu den am meisten durchgeführten ästhetisch chirurgischen Eingriffen. Die nachfolgend beschriebenen Methoden können theoretisch an jeder Stelle des Körpers eingesetzt werden: wie z.B. an Wangen, Hals, Oberarmen, Brust, Bauch, Hüften, Gesäß, Oberschenkeln, Knien, Waden oder Fesseln.

Wie Fachleute nicht müde werden zu betonen, stellt es jedoch keine Alternative zum Abnehmen dar. Es ist lediglich für die so genannten diätresistenten Fettpölsterchen gedacht, die oft als sehr störend empfunden werden und das Lebensgefühl nachhaltig beeinträchtigen können.

Bei Frauen sind dies bevorzugt Hüften und Oberschenkel (Reiterhosen), bei Männern eher die Regionen um Bauch und Brust, und das oft schon in jüngeren Jahren trotz schlankem Körperbau. 20 Prozent der Schönheitsoperationen bei Männern entfallen auf das Fettabsaugen. Wenn selbst eiserne Diät und Sport nicht zum gewünschten Erfolg führen, bleibt nur der Schönheitschirurg mit Hilfe modernster und zunehmend körperschonenderen Operationsmethoden.


Welche Methoden der Fettabsaugung stehen zur Verfügung

Man unterscheidet drei Methoden der Fettabsaugung: A) Fettabsaugen mit Ultraschall, B) die Liposuction, darunter versteht man das Absaugen im tieferen Gewebe, und C) die Liposculptur, meint das Absaugen unmittelbar unter der Haut.

Bei allen drei Maßnahmen wird vorher eine Kochsalzlösung in das zu entfernende Fettgewebe injiziert, die sowohl blutungshemmende und schmerzstillende Mittel enthält als auch das Fett verdünnt, so dass es leichter abgesaugt werden kann (Tumeszenz-Technik). Bei älteren Patienten ist die Liposculptur-Methode vorzuziehen, da sich ältere Haut über der behandelten Stelle besser wieder zusammenzieht, wenn auch die oberen Fettzellen entfernt wurden.

Bei der Ultraschall-Methode wird nach Betäubung des Gewebes eine dünne (4-6 mm), stumpfe Ultraschallsonde in das Unterhautfettgewebe eingeführt, die mittels Ultraschallwellen die vorhandenen Fettzellen zum Platzen bringt. Bei den beiden traditionellen Methoden, löst die rein mechanische Bewegung der Kanüle die Fettzellen aus ihrer Verankerung. Die gelösten Körperfettanteile sowie die Kochsalzanästhesielösung werden bei allen drei Methoden durch die Kanüle wieder abgesaugt.

Die Einschnitte für die Saugkanülen sind nur sehr klein. Die Narben daher kaum sichtbar. Nach der Fettabsaugung müssen Kompressionshosen oder entsprechende elastische Verbände getragen werden, damit sich die Haut wieder gleichmäßig zurückbilden kann.

In unserer Arzt-Datenbank finden Sie europäische Fachärzte für Ihre Fettabsaugung in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweiz, Spanien (Festland), Spanien Mallorca, Südafrika, Thailand, Tschechien der Türkei oder Ungarn


NEU: Die Wasserstrahl assistierte Liposuktion


Wie bereits beschrieben wird bei der "normalen" Fettabsaugung eine große Menge an Kochsalzlösung mit schmerzstillenden Mitteln in das Fettgewebe injiziert. Die Fettzellen werden verdünnt und anschließend abgesaugt. Dies birgt Nachteile: Die betroffenen Bereiche sind durch die eingeleitete Flüssigkeit stark angeschwollen. Der Chirurg kann nur schwer erkennen was er wo absaugt. Neben der Bildung von Dellen und Ausbuchdungen auf den betroffenen Hautpartien, können auch Thrombosen, Embolien oder Herzrhythmusstörungen auftreten.

Mit der neuen Operationsmethode sollen diese Probleme der Vergangenheit angehören.

Hauptvorteil: Das Ergebnis ist sofort sichtbar
Die neue Technik löst die Fettzellen mithilfe eines computergesteuerten fein vernebelten Wasserstrahls auf. Das Auflösen und das Absaugen des gelösten Gewebes erfolgt in einem Arbeitsgang. Der Chirurg erkennt bereits während der Operation exakt, an welchen Stellen wieviel Fett entfernt wurde und wo noch nachgebessert werden muss. Das sonst übliche Anschwellen der Region wird weitgehend verhindert. Der Patient sieht das Ergebnis sofort nach der Operation. Auch die niedrige Korrekturrate von unter 2 Prozent spricht für das neue Verfahren.

Weiterer Vorteil: Durch ein patentiertes Sondensystem gelangt die Flüssigkeit mit dem Lokalanästhetikum garantiert steril an die zu behandelnden Stellen, das Infektionsrisiko wird dadurch deutlich gesenkt. Zudem werden Fettgewebe und die Flüssigkeit mit dem Lokalanästhetikum sofort wieder abgesaugt. Das reduziert die Medikamentenbelastung für den Patienten erheblich.

Schonender und schneller:

  • Bis zu 12 Sunden schmerzfrei durch spezielles Lokalanästhetikum.
  • Ambulant unter örtlicher Betäubung können 90% der Operationen durchgeführt werden.
  • Die Operationszeit verkürzt sich um bis zu 50%. Benötigte man mit den alten Techniken für die Korrektur des Bauches, der Taille oder der seitlichen Oberschenkelpartien noch 2 - 2,5 Stunden, so ist die OP jetzt nach 1 - 1,5 Stunden abgeschlossen.



Komplikationen und Risiken einer Fettabsaugung


Nach der OP können großflächige Hämatome (blaue Flecken) entstehen
Dellenbildung, u. a. wegen ungleichmäßiger Absaugung oder falscher Kanülenwahl
Taubheitsgefühle, Schmerzen, Schwellungen
bis zum Tod des Patienten

Todesrate: Von 5000 stirbt 1 Patient.
Zum Vergleich: Bei der Operation eines Leistenbruchs stirbt 1 von 100-Tausend. Bei 200-Tausend Fettabsaugungen in Deutschland pro Jahr bedeutet das, dass ungefähr 40 Patienten sterben!


Hilft Fettabsaugen bei Übergewicht ?


Menschen mit Übergewicht setzen häufig grosse Hoffnungen auf eine schnelle Beseitigung ihres Problems durch Fettabsaugen. Untersuchungen der Universität Washington belegen, die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit bzw. die Vermeidung von Folgeerkrankungen des Übergewichtes, durch Ernährungsumstellung und normales Abnehmen, sind bei weitem höher, wie durch die Reduktion der gleichen Fettmenge bei einer Fettabsaugung. Bekannte Folgen von Übergewicht sind Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck (Hypertonie) und Herzerkrankungen.

Mit den heute angewendeten Techniken gelingt die chirurgische Fettentfernung meist problemlos, wobei zwischen 5 und 20 Liter Fett abgesaugt werden können. In der durchgeführten Studie entsprach dies rund 20 Prozent der gesammten Fettmenge.

Der Stoffwechsel der beteiligten Personen hat sich durch die Fettabsaugung innerhalb von 12 Wochen jedoch nicht verbessert.

Leicht verständlich - denn das Essverhalten wird durch einen solchen Eingriff nicht verändert. Eine Ernährungsumstellung mit Bewegungstherapie und psychotherapeutischer Unterstützung sollte deshalb aus medizinischer Sicht der Fettabsaugung immer voraus gehen.


Besondere Aufklärungspflicht bei Schönheitsoperationen


Ärzte müssen ihre Patienten bei kosmetischen Operationen besonders gründlich über die Risiken des Eingriffs aufklären. Mit diesem Hinweis hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen Chirurgen zu Schmerzensgeld, Schadensersatz und Rückzahlung seines Honorars verurteilt.