Eine zu große Brust ist eine starke körperliche Belastung, die zu funktionellen Beeinträchtigungen der Patienten führen kann. Hierzu gehören insbesondere Fehlhaltungen und Schmerzen im Brust-, Hals- und im Wirbelsäulenbereich. Aber gerade bei heranwachsenden Frauen steht auch der psychische Druck oft sehr im Vordergrund. Sie fühlen sich durch die übergroßen und meist hängenden Brüste nicht mehr attraktiv und fühlen sich so nicht nur bei körperlichen, sondern auch bei sexuellen Aktivitäten durch ihre Brüste gehemmt. In solchen Fällen kann es in Betracht gezogen werden, eine Brustverkleinerung, auch "Reduktions- Mammaplastik" in der Fachsprache genannt, durchführen zu lassen.
OP-Vorbereitung
Es empfiehlt sich, vor der Operation eine Mammographie bei Frauenarzt durchführen zu lassen, um eventuelle Veränderungen des Brustgewebes vor dem Eingriff ausschließen zu können. Sollten solche Veränderungen bemerkt werden, wird der Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Behandlung beraten.
Während der Operation kann es selten zu starken Blutverlusten kommen, die eine Bluttransfusion notwendig machen. Daher sollte sich jede Patientin vor der Operation über die Möglichkeit einer Eigenblutspende informieren lassen. Es ist ratsam mindestens einen Monat vor der Operation das Rauchen so stark wie möglich einzuschränken. Auch blutverdünnende Mittel wie Aspirin dürfen höchstens bis zwei Wochen vor dem Eingriff eingenommen werden.
Operationsverfahren:
1. Die Reduktions- Mammaplastik
Die Reduktions- Mammaplastik wird in der Regel unter Vollnarkose der Patientin durchgeführt.
Die zahlreichen möglichen Operationsverfahren zur Brustverkleinerung unterscheiden sich in der Regel nur durch kleine Modifikationen, meist in Bezug auf die Schnittführung. Diese hängt von den körperlichen Voraussetzungen und nicht zuletzt von den individuellen Vorstellungen der Patientinnen ab. Eine klassische Schnittführung ist z.B. der so genannte T-Schnitt, der einmal rund um den Brustwarzenhof verläuft und dann vom unteren Rand der Brustwarze ausgehend senkrecht zur unteren Brustfalte zieht. In manchen Fällen sind andere oder sogar zusätzliche Schnitte notwendig. Dies wird der behandelnde Chirurg im notwendigen Fall mit der Patientin vor der Operation eingehend besprechen. Außerdem wird vor der Operation gemeinsam mit der Patientin festgelegt, wo die Brustwarze ihre neue Position bekommen soll. Die geplante Schnittführung wird auf der Haut aufgezeichnet. Entsprechend diesem Plan wir dann ein Teil der äußeren Haut und eventuell auch Teile des darunter liegenden Fettgewebes oder des Brustdrüsenkörpers entfernt. Daraufhin wird der verbliebene Drüsenkörper neu modelliert, etwas nach oben verlagert und dort mit versenkten Nähten am Muskel befestigt. Die Straffung der Haut bewirkt eine zusätzliche Fixierung der neu geformten Brust in der gewünschten Position. Letztendlich wird die Brustwarze samt der sie versorgenden Gefäß- und Nervenäste in ihre neue Lage gebracht. Bei sehr großen Brüsten ist es manchmal nicht zu vermeiden, dass die Brustwarze ganz abgetrennt werden muss und als Transplantat auf die kleinere Brust aufgenäht werden muss. In diesen Fällen ist es auch nicht zu vermeiden, dass die Stillfähigkeit verloren geht und die Berührungsempfindlichkeit der Brustwarze stark vermindert, wenn nicht sogar aufgehoben wird.
Die Operation dauert etwa 1-3 Stunden und der sich daran anschließende Klinikaufenthalt des Patienten beträgt mindestens 3 Tage.
2. Die Liposuktion
Immer mehr setzt sich als Methode der ersten Wahl zur Brustverkleinerung die Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, durch. Studien haben ergeben, dass mehr als 90 % der behandelten Frauen sehr zufrieden mit dem Ergebnis waren und die meisten diese Behandlung sowohl wieder in Anspruch nehmen als auch ihrer besten Freundin empfehlen würden. Diese Absaugmethode hat den Vorteil, dass sie keine sichtbaren Narben hinterlässt und die Patienten im Gegensatz zur Reduktionsplastik ambulant versorgt werden können. Möglich ist die Liposuktion allerdings nur, wenn die Patientin ausschließlich eine Verkleinerung der Brust wünscht. Eine Straffung der Brüste nämlich ist mit diesem Verfahren nicht möglich.
Risiken und Komplikationen der Operation
Ernsthafte Komplikationen sind sehr selten. Typischerweise wird die Patientin nach dem Eingriff Schmerzen im Bereich der Brüste empfinden. Es wird zu Schwellungen und Blutergüssen kommen, die sich aber nach einiger Zeit wie bei allen Wunden von selbst zurückbilden werden. Leider ist es in bis zu 50 % der Fälle möglich, dass die Sensibilität der Brustwarzen nach dem Eingriff stark vermindert oder sogar im Extremfall aufgehoben ist. In seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass Gewebe abstirbt, vor allem die Haut im Bereich der Brustwarzen oder das unter der Haut liegende Fettgewebe. In solchen Fällen müsste in einem erneuten Eingriff das abgestorbene Gewebe z.B. durch körpereigene Hauttransplantate ersetzt werden.
Weiterhin kann es zu narbigen Verziehungen der Haut kommen, dauerhaften Spannungen in den Brüsten oder durch den wenig beeinflussbaren Heilungsprozess der inneren Brust zu leichten Unterschieden in der Form der beiden Brüste kommen. In solchen Fällen vermag eine erneute Operation derartige unschöne Veränderungen korrigieren.
Sonstige mögliche Operationskomplikationen wie Infektionen, Blutungen, Narkosezwischenfälle oder Taubheitsgefühl der Haut sind leider nie ganz zu vermeiden, der Anästhesist bzw. behandelnde Chirurg wird aber im Rahmen des Aufklärungsgesprächs ausführlich darüber informieren.
Nach der Operation
Nach der Operation werden die Brüste mit einem straffen Verband komprimiert. Dieser dient zur Ruhigstellung und Entlastung der Brüste, um eine optimale Wundheilung zu garantieren. Auch in der nächsten 4-6 Wochen nach dem Eingriff ist es notwendig, sowohl tagsüber als auch nachts einen gut sitzenden BH zu tragen, der die Brüste strafft, ohne sie einzuengen. Während der ersten Zeit sollten außerdem sämtliche raschen und anstrengenden Bewegungen der Oberarme vermieden werden. Die Patienten müssen in Rückenlage schlafen, da die Bauchlage sich negativ auf die innere Wundheilung auswirken könnte. Sportliche Aktivitäten, aber auch Hausarbeiten wie Bügeln oder Putzen sollten in den kommenden zwei Monate, wenn überhaupt notwendig, nur sehr vorsichtig ausgeübt werden.
Erfolgsaussichten
Die Erfolgsaussichten einer Brustverkleinerung oder Liposuktion sind in der Regel groß. Die meisten Patientinnen sind mit ihren kleineren und strafferen Brüsten sehr zufrieden und freuen sich über ihr besseres Körperbewusstsein nach der Operation. Die Gewichtsreduktion ermöglicht ihnen zusätzlich eine Erleichterung von den unangenehmen körperlichen Nebenwirkungen einer zu großen Brust. Und nicht zuletzt kann ein völlig neues Selbstbewusstsein entstehen, das Auftreten und Wirkung der Frauen stark beeinflusst.
Jedoch darf nicht vergessen werden, dass im Laufe des Lebens noch einige Veränderungen auf die Form der Brüste Einfluss nehmen werden. Der natürliche Alterungsprozess führt zu einer Abnahme des straffen Bindegewebes und einer Erschlaffung der Haut, genauso verändert eine starke Gewichtsreduktion oder Schwangerschaft die Form der Brüste. In solchen Fällen kann eine erneute Operation dazu beitragen, das Aussehen der Brüste wieder zu verbessern.
OP-Vorbereitung
Es empfiehlt sich, vor der Operation eine Mammographie bei Frauenarzt durchführen zu lassen, um eventuelle Veränderungen des Brustgewebes vor dem Eingriff ausschließen zu können. Sollten solche Veränderungen bemerkt werden, wird der Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Behandlung beraten.
Während der Operation kann es selten zu starken Blutverlusten kommen, die eine Bluttransfusion notwendig machen. Daher sollte sich jede Patientin vor der Operation über die Möglichkeit einer Eigenblutspende informieren lassen. Es ist ratsam mindestens einen Monat vor der Operation das Rauchen so stark wie möglich einzuschränken. Auch blutverdünnende Mittel wie Aspirin dürfen höchstens bis zwei Wochen vor dem Eingriff eingenommen werden.
Operationsverfahren:
1. Die Reduktions- Mammaplastik
Die Reduktions- Mammaplastik wird in der Regel unter Vollnarkose der Patientin durchgeführt.
Die zahlreichen möglichen Operationsverfahren zur Brustverkleinerung unterscheiden sich in der Regel nur durch kleine Modifikationen, meist in Bezug auf die Schnittführung. Diese hängt von den körperlichen Voraussetzungen und nicht zuletzt von den individuellen Vorstellungen der Patientinnen ab. Eine klassische Schnittführung ist z.B. der so genannte T-Schnitt, der einmal rund um den Brustwarzenhof verläuft und dann vom unteren Rand der Brustwarze ausgehend senkrecht zur unteren Brustfalte zieht. In manchen Fällen sind andere oder sogar zusätzliche Schnitte notwendig. Dies wird der behandelnde Chirurg im notwendigen Fall mit der Patientin vor der Operation eingehend besprechen. Außerdem wird vor der Operation gemeinsam mit der Patientin festgelegt, wo die Brustwarze ihre neue Position bekommen soll. Die geplante Schnittführung wird auf der Haut aufgezeichnet. Entsprechend diesem Plan wir dann ein Teil der äußeren Haut und eventuell auch Teile des darunter liegenden Fettgewebes oder des Brustdrüsenkörpers entfernt. Daraufhin wird der verbliebene Drüsenkörper neu modelliert, etwas nach oben verlagert und dort mit versenkten Nähten am Muskel befestigt. Die Straffung der Haut bewirkt eine zusätzliche Fixierung der neu geformten Brust in der gewünschten Position. Letztendlich wird die Brustwarze samt der sie versorgenden Gefäß- und Nervenäste in ihre neue Lage gebracht. Bei sehr großen Brüsten ist es manchmal nicht zu vermeiden, dass die Brustwarze ganz abgetrennt werden muss und als Transplantat auf die kleinere Brust aufgenäht werden muss. In diesen Fällen ist es auch nicht zu vermeiden, dass die Stillfähigkeit verloren geht und die Berührungsempfindlichkeit der Brustwarze stark vermindert, wenn nicht sogar aufgehoben wird.
Die Operation dauert etwa 1-3 Stunden und der sich daran anschließende Klinikaufenthalt des Patienten beträgt mindestens 3 Tage.
2. Die Liposuktion
Immer mehr setzt sich als Methode der ersten Wahl zur Brustverkleinerung die Fettabsaugung, auch Liposuktion genannt, durch. Studien haben ergeben, dass mehr als 90 % der behandelten Frauen sehr zufrieden mit dem Ergebnis waren und die meisten diese Behandlung sowohl wieder in Anspruch nehmen als auch ihrer besten Freundin empfehlen würden. Diese Absaugmethode hat den Vorteil, dass sie keine sichtbaren Narben hinterlässt und die Patienten im Gegensatz zur Reduktionsplastik ambulant versorgt werden können. Möglich ist die Liposuktion allerdings nur, wenn die Patientin ausschließlich eine Verkleinerung der Brust wünscht. Eine Straffung der Brüste nämlich ist mit diesem Verfahren nicht möglich.
Risiken und Komplikationen der Operation
Ernsthafte Komplikationen sind sehr selten. Typischerweise wird die Patientin nach dem Eingriff Schmerzen im Bereich der Brüste empfinden. Es wird zu Schwellungen und Blutergüssen kommen, die sich aber nach einiger Zeit wie bei allen Wunden von selbst zurückbilden werden. Leider ist es in bis zu 50 % der Fälle möglich, dass die Sensibilität der Brustwarzen nach dem Eingriff stark vermindert oder sogar im Extremfall aufgehoben ist. In seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass Gewebe abstirbt, vor allem die Haut im Bereich der Brustwarzen oder das unter der Haut liegende Fettgewebe. In solchen Fällen müsste in einem erneuten Eingriff das abgestorbene Gewebe z.B. durch körpereigene Hauttransplantate ersetzt werden.
Weiterhin kann es zu narbigen Verziehungen der Haut kommen, dauerhaften Spannungen in den Brüsten oder durch den wenig beeinflussbaren Heilungsprozess der inneren Brust zu leichten Unterschieden in der Form der beiden Brüste kommen. In solchen Fällen vermag eine erneute Operation derartige unschöne Veränderungen korrigieren.
Sonstige mögliche Operationskomplikationen wie Infektionen, Blutungen, Narkosezwischenfälle oder Taubheitsgefühl der Haut sind leider nie ganz zu vermeiden, der Anästhesist bzw. behandelnde Chirurg wird aber im Rahmen des Aufklärungsgesprächs ausführlich darüber informieren.
Nach der Operation
Nach der Operation werden die Brüste mit einem straffen Verband komprimiert. Dieser dient zur Ruhigstellung und Entlastung der Brüste, um eine optimale Wundheilung zu garantieren. Auch in der nächsten 4-6 Wochen nach dem Eingriff ist es notwendig, sowohl tagsüber als auch nachts einen gut sitzenden BH zu tragen, der die Brüste strafft, ohne sie einzuengen. Während der ersten Zeit sollten außerdem sämtliche raschen und anstrengenden Bewegungen der Oberarme vermieden werden. Die Patienten müssen in Rückenlage schlafen, da die Bauchlage sich negativ auf die innere Wundheilung auswirken könnte. Sportliche Aktivitäten, aber auch Hausarbeiten wie Bügeln oder Putzen sollten in den kommenden zwei Monate, wenn überhaupt notwendig, nur sehr vorsichtig ausgeübt werden.
Erfolgsaussichten
Die Erfolgsaussichten einer Brustverkleinerung oder Liposuktion sind in der Regel groß. Die meisten Patientinnen sind mit ihren kleineren und strafferen Brüsten sehr zufrieden und freuen sich über ihr besseres Körperbewusstsein nach der Operation. Die Gewichtsreduktion ermöglicht ihnen zusätzlich eine Erleichterung von den unangenehmen körperlichen Nebenwirkungen einer zu großen Brust. Und nicht zuletzt kann ein völlig neues Selbstbewusstsein entstehen, das Auftreten und Wirkung der Frauen stark beeinflusst.
Jedoch darf nicht vergessen werden, dass im Laufe des Lebens noch einige Veränderungen auf die Form der Brüste Einfluss nehmen werden. Der natürliche Alterungsprozess führt zu einer Abnahme des straffen Bindegewebes und einer Erschlaffung der Haut, genauso verändert eine starke Gewichtsreduktion oder Schwangerschaft die Form der Brüste. In solchen Fällen kann eine erneute Operation dazu beitragen, das Aussehen der Brüste wieder zu verbessern.