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Kaugummis schützen vor Entzündungen des Mittelohres

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Mittelohrentzündung bei einem Kind

Finnische Forscher lieferten die Beweise. Mehr als jede dritte Mittelohrentzündung könnte durch den Einsatz von Xylit-Kaugunnis verhindert werden.




Xylit kontra Mittelohrentzündung


In speziellen Zahnpflegekaugummis wird der Zuckeraustauschstoff Xylit/Xylitol als alleiniges Süßungsmittel verwendet. Dieser kann Karies vermeiden, da er in der Lage ist, das Wachstum von Kariesbakterien zu hemmen. Zugleich reduziert dieser Zuckerersatzstoff die Säureproduktion.
Da die beiden Bakterienstämme, die Karies oder Mittelohrentzündug auslösen, bestimmte Gemeinsamkeiten aufweisen, lag es Nahe auch die Auswirkungen von Xylitol auf das Entstehen von Mittelohrentzündungen zu erforschen. Gleich drei finnische Studien kamen dabei zu dem Resultat, dass der Zuckerersatzstoff Xylitol tatsächlich auch diese Bakterien davon abhalten kann, in das Mittelohr zu gelangen und dort eine Mittelohrentzündung auszulösen.(Cochrane Review 2011/11, Epup 9.11.201)

Getestet wurde die Wirkung in diesen Studien an mehr als 1.800 Kindern. Die unter 12-jährigen Kinder erhielten dazu verschiedene Präparate mit einer Dosis von jeweils acht bis zehn Gramm Xylit am Tag. Dabei kamen nicht nur Kaugummis, sondern ebenso Sirup und Lutschtabletten zum Einsatz. Daneben erhielten einige der Probanden allerdings auch Präparate ohne diesen Wirkstoff.




Über 40 Prozent weniger Erkrankungen durch Xylitol Kaugummi


Über die Dauer von zwei bis drei Monaten wurden die Probanden dazu aufgefordert, die Präparate nach den Mahlzeiten einzunehmen. Die korrekte Durchführung wurde von den Eltern der kindlichen Teilnehmer kontrolliert. Während dieser Zeit wurde dokumentiert, welcher der Probanden und wie häufig er an einer Mittelohrentzündung, der sogenannten Otitis media, erkrankte. Dabei kam es zu insgesamt 473 Krankheitsfällen dieser Art. Allerdings ging aus diesen Studien auch hervor, dass der Anteil der erkrankten Kinder in Gruppen, die Präparate mit dem Wirkstoff Xylit erhielten, um durchschnittlich 25 Prozent geringer war.

Dabei wurden große Unterschiede bei der Wahl des Präparats deutlich.

  • Bei Lutschtabletten und Sirup sank der Anteil der Erkrankungen um 20 Prozent.
  • Xylit-Kaugummis senkten Mittelohrentzündungen sogar um 41 Prozent.



Kaugummi dient nur der Vorbeugung


In einer weiteren Studie wurde erforscht, wie sich die Verabreichung von Xylit auf bereits erkrankte Kinder auswirkt. An dieser Studie nahmen insgesamt rund 1.300 Kinder teil. Diese Studie belegte jedoch keine eindeutigen Verbesserungen, wenn bereits eine Erkrankung der oberen Atemwege vorlag, sodass der Zuckerersatzstoff allem Anschein nach nur zur Vorbeugung eingesetzt werden kann. Der Internet-Handel bietet mittlerweile Kaugummis an, die eine entsprechende Dosis (100 %) an gentechnikfreiem Xylit enthalten, welche mit der in den Studien verwendeten Wirkstoffmenge vergleichbar ist.


Xylit statt Zucker - von Zahnärzten empfohlen




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