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Kronen und Brücken als Zahnersatz - clevere Patienten sparen durch zweite Zahnarztmeinung

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Krone im Artikulator

Viele Patienten sind überfordert, wenn es um Kronen und Brücken für defekte oder fehlende Zähne geht. Kaum jemand kennt die Vorteile von metallfreien Kronen aus Zirkondioxid ZiO² oder Presskeramik im Vergleich zu einer Krone aus Edelstahl, Goldlegierungen oder Titan. Nimmt man nun eine preiswerte unverblendete Krone oder Brücke im Seitenzahnbereich oder entscheidet sich für eine unsichtbare Lösung mit einer Porzellanverblendung und zahlt eventuell viel Geld dazu?

Moderne Intraoralscanner ersparen dem Patienten lästige Abdrücke mit entsprechendem Würgereiz und die Produktion der Kronen kann mit einer computergesteuerten Fräse direkt in der Praxis erfolgen - CEREC Kronen. Was aber, wenn mein Zahnarzt so eine Fräse gar nicht besitzt und deshalb nur herkömmliche Kronen und Brücken anbietet? Die Technik geht immer weiter, aber es ist mit Innovationen oft auch eine nicht unerhebliche Investition verbunden. CEREK Versorgungen sind daher erheblich teurer, als eine Krone aus dem Labor. Zudem hört man oft bei Zahnärzten, nur Zahnersatz aus dem eigenen Praxislabor sei wirklich gut. Jeder Unternehmer wird immer sein eigenes Produkt besonders loben. Auch Zahnärzte machen da keine Ausnahme. Doch unabhängige Studien kommen zu anderen Ergebnissen. So ist kein Unterschied festzustellen zwischen Fertigung im Ausland und in Deutschland. Deshalb sollte gerade bei hochpreisigem Zahnersatz immer eine zweite Zahnarztmeinung inkl. Kostencheck eingeholt werden. z.B. variieren die Kosten für ein Implantat zwischen 1200 e und 2800 € Zuzahlung.
Ob sich der Patient nun für eine günstige Krone oder Brücke aus Fernost oder der Türkei entscheidet oder lieber auf Zahnersatz aus Deutschland besteht, ist somit eine Frage der Krankenversicherung und was diese übernimmt. Doch wenn Sie die Beiträge günstig halten möchten, ist dies der einzig richtige Weg:



Viele Wege führen nach Rom. Am Besten ist, man macht sich für sich selbst eine Entscheidungshilfe und vergleicht Leistung und Preis:

  1. Metallfrei oder Metallunterbau aus Gold, Stahl oder Titan. - Vorteil bei metallfreien Lösungen: Keine Allergien, keine sichtbaren dunklen Kronenränder, bessere Transparenz und damit natürliches Aussehen.     Nachteil bei metallfreien Lösungen: Höherer Preis
     
  2. Herstellung in Deutschland bei Labor- und Materialkosten, die im Schnitt bei 280.- EUR liegen     Herstellung im Ausland bei Labor- und Materialkosten, die im Schnitt bei 120.- EUR liegen
     
  3. Abfrage der Produktionszeit, des Herstellungsortes und der Garantiezeit, die im In-und Ausland zwischen zwei und fünf Jahren beträgt.
     
  4. Ein größeres Labor oder eine Laborkette kann zu deutlich günstigeren Preisen einkaufen. Die Frage ist allerdings, ob diese Preisvorteile dann auch weiter gegeben werden.
     
  5. Computergefräste Kronen und Brücken können ein- oder mehrschichtig hergestellt werden. Im Seitenzahnbereich ist ein Unterschied kaum zu erkennen. Der Preisunterschied kann jedoch 50% oder mehr betragen.
     
  6. In Deutschland beträgt die Lehrzeit zum Zahntechniker 3 1/2 Jahre. Eine Meisterprüfung ist für eine Laborgründung notwendig. Im Ausland produzieren zu 90% Hilfskräfte, die den Beruf nicht erlernt haben.
     
  7. Was passiert, wenn die Brücke nicht passt oder die Zahnfarbe nicht stimmt? Muss dann die Brücke wieder für drei Wochen nach Fernost gesendet werden oder korrigiert das deutsche Labor kurzfristig die Fehler?
     
  8. Werden mir als Patient kostengünstige Alternativen angeboten oder habe ich keine Wahl, sondern nur ein Angebot mit einem Preis?
     
  9. Wie hoch ist bei Privatleistungen der Berechnungsfaktor des Zahnarztes? Dieser kann zwischen 1,8 und 4,5 fachem Satz liegen. Lassen Sie sich diese Zahnersatz Kosten und den Grund dafür erklären.
     
  10. Wird für einen Kostenvoranschlag eine Gebühr erhoben? Viele Praxen verzichten darauf. Bei Kassenleistungen ist die Berechnung des Heil- und Kostenplanes ( Kostenvoranschlag )nicht gestattet.
     
  11. Werden IGEL-Leistungen, wie spezielle Techniken, Materialien oder erhöhter Aufwand bei Würgereiz oder Blutungen berechnet? Wurden diese Mehrkosten dem Patienten ausführlich erklärt?

Wir sind zwar in einem Land, das dem Patienten hochwertigste und modernste Versorgungen mit Zahnersatz, wie Kronen und Brücken ermöglicht. Leider ist aber auch die Unwissenheit des Patienten sehr hoch. Im Internet gibt es verschiedenste Optionen, sich dieses Wissen anzueignen oder sogar kostenlos die Laborkosten verschiedener Dentallabore zu erhalten.

Informieren Sie sich, bevor Sie auf dem Zahnarztstuhl sitzen und vor einer Entscheidung stehen, die Sie nicht mit Hintergrundwissen treffen können. Oft hilft auch der Gang zu einem Dentallabor in Ihrer Nähe, um zu fragen, was es für Alternativen, Materialien und Technologien gibt. Es macht oft Sinn, so eine Krone oder Brücke einmal in die Hand zu nehmen und sich die Vorzüge oder Nachteile erklären zu lassen.# Unterschreiben Sie eine Mehrkostenvereinbarung nur, wenn Sie verstehen, wofür Sie diese Geld bezahlen sollen. Gleichgültigkeit kann sehr teuer werden...

Im Übrigen raten auch die Krankenkassen, sich eine zweite Zahnarztmeinung einzuholen. Nutzen Sie gern auch unsere detaillierte Zahnarztsuche.

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