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Ist Birkenzucker besser als Xylit, Xylitol ?

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Birken zur Birkenzucker-Herstellung

Das Gesundheitsbewusstsein vieler Menschen steigt und damit auch der bewusste Verzicht auf Zucker. Gerade natürlicher Zuckerersatz wie Birkenzucker (Xylit oder Xylitol) rücken dadurch immer mehr in den Fokus. Besitzt Xylit doch neben der Süßkraft und dem Aussehen fast alle anderen positiven Eigenschaften von normalem Haushaltszucker und hat zudem nur ca. 60 % der dickmachenden Kalorien. Auch für Diabetiker und Low Carber ist es aufgrund des niedrigen Glykämischen Index GI von nur 10 gut geeignet (Zucker GI 68). Und es schützt vor Karies – bei regelmäßiger Anwendung.


Doch es gibt erhebliche Unterschiede bezüglich der Produktqualität? Viele Beschreibungen im Netz, trennen klar zwischen "normalem Xylit" und einer vielfach besseren Variante, dem sogenannten "Birkenzucker".



  • So soll sich Birkenzucker schneller in Getränken auflösen,
  • bildet bei Feuchtigkeit nicht so schnell Klumpen,
  • wird zum Großteil nur aus Birkenrinde plus etwas Buchenrinde gewonnen,
  • stammt fast immer aus Finnland
  • manche berichten von "Birkenplantagen", in denen die Bäume immer wieder geschält werden, so ähnlich wie Korkeichen, um anschließend aus der Rinde dann den Birkenzucker zu gewinnen. Dabei entstehen vermutlich auch neue Spezialberufe, wie der des staatlich geprüften und EU-zertifizierten Birkenschälers?
  • Birkenzucker liegt auch in "Apothekenqualität" oder spezieller "Apothekenherstellung" vor.
  • und last but not least: je nach Fragestellung ist er etwas feiner oder auch gröber als einfaches Xylit.



Wir wollten genau wissen was dran ist am Birkenzucker Mythos und haben recherchiert:

Markt- und Angebotsvergleich Birkenzucker aus Finnland


Finnisches Xylit steht weltweit für beste Qualität und höchste Reinheit und stammt immer aus dem Hause Danisco, dem einzigen finnischen Hersteller. Das heißt, alle Anbieter von finnischem Xylit, egal ob Beutel, Büchse, Dose, Sack oder Tüte, egal ob als Xylit, Xylitol, Holzzucker oder Birkenzucker bezeichnet und egal unter welcher Marke vertrieben (Xucker, Wiezucker, Tautona Birkenzucker, Xylea mit Birke, usw.) bieten ein und dieselbe Spitzenqualität, Xylit von Danisco. Das ist die gute Nachricht.

Und die schlechte Nachricht – ist der Preis. Denn für exakt ein und denselben Inhalt, der sich lediglich in der Verpackung und der Bezeichnung unterscheidet, werden zwischen 9 Euro und bis zu 20 Euro pro Kilo verlangt. Doch für alle zum mitschreiben: Es gibt keinen finnischen Birkenzucker aus Birken- und/oder Buchenrinde! Die Verwendung von Rinde wurde mit Einführung des DWB-Verfahrens – der Xylosegewinnung innerhalb der Papierherstellung - bereits seit Jahren eingestellt, da Rinde für Papier nicht taugt und vorher komplett entfernt werden muss.

Danisco bestätigt auf Nachfrage, dass die verwendete Xylose von Harthölzern stammt. Das sind z.B. Birken, Buchen, Eichen, Eschen oder andere Laubhölzer und alle garantiert ohne Rinde. Doch welche Hölzer, in welchem prozentualen Verhältnis verwendet werden, wird nicht erfasst, da es für die Reinheit und Güte des Xylits völlig unerheblich ist. Händler die etwas anderes behaupten spielen mit dem Vertrauen ihrer Kunden und der Glaubwürdigkeit aller Anbieter.




Testen Sie es selbst


Verbraucher können es ganz leicht herausfinden, indem Sie von Ihrem „Birkenzucker Anbieter“ die Fakten schriftlich anfordern.

Fragen Sie nach:

  • dem Hersteller
  • den verwendeten Rohstoffen (welche Holzarten in welchem Verhältnis oder gar aus Mais?)
  • und dem Produktionsverfahren.


und verlangen sie dies schriftlich, also in gerichtsverwertbarer Form.
Danach konfrontieren sie den Xylitproduzenten mit den oft kreativen Ausführungen und bitten diesen um Bestätigung - ebenfalls schriftlich.

Versuchen Sie es und sie werden ihr blaues Wunder erleben.


Bio-Xylit, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Preisvergleich


Das von Danisco entwickelte DWB-Verfahren steht für nachhaltige und umweltschonende Erzeugung, für die kein einziger Baum extra gefällt wird und es kommen nur Bäume aus europäischer, FSC-zertifizierter Waldwirtschaft zum Einsatz. Der benötigte Grundstoff, die Xylose, fällt als Nebenprodukt der Papierherstellung an. Es wird aus den Restmaterialen extrahiert, die nach Abscheidung der Zellulose (Papierfasern) übrig bleiben. Durch den Kochprozess im Papierwerk liegt die Xylose bereits in gelöster Form vor, eine engerieintensive Hydrolyse erübrigt sich. Das DWB-Verfahren, ist somit gleichermaßen energieeffizient wie auch umwelt- und ressourcenschonend.

DWB in Zahlen: Im Vergleich zur Xylitgewinnung aus Mais ist der CO2-Fußabdruck um 90% niedriger. Es wird 85% weniger Energie verbraucht und es werden weniger Schadstoffe erzeugt (94% weniger Feststoffe und 99% weniger flüssige Schadstoffe z.B Säure). Zudem wirkt es sich weniger schädlich auf den Abbau der Ozonschicht (86% weniger) aus. (Quelle: White Paper)

Deshalb sollten Sie nur bei Anbietern kaufen, die ausschließlich finnische Ware anzubieten. Denn jeder Händler, der Xylitol aus Mais vertreibt z.B. chinesische Ware und jeder Käufer, der dieses erwirbt, trägt um ein Vielfaches zur Zerstörung unser Umwelt bei. Denn bei Mais-Xylit ist der Energieverbrauch um fast 700% höher und es werden über 900% mehr Schadstoffe erzeugt.

Das Beste ist der Preis! Mit 9,90 € pro Kilo gibt es auch hier sehr günstige Anbieter. Bei größeren Mengen sollte es immer Staffelpreise geben.

Wir und unsere Kinder haben nur diese eine Erde – schützen wir sie

Jetzt nachhaltig produziertes Xylit kaufen.







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