Arzt / Heilberufler suchen

Welcher Arzt ist richtig ?

Nur die Qualifikation des Chirurgen entscheidet!
Wenn sie einen Arzt aufsuchen, erwarten sie einen kompetenten, auf seinem Gebiet umfassend ausgebildeten und geprüften Mediziner. Dies ist in der Regel auch so.

Ausnahme: "selbsternannte Schönheitschirurgen".

Für eine wirklich fundierte Ausbildung stehen in Deutschland nur zwei Bezeichnungen, die gesetzlich geschützt sind und dementsprechende Prüfungen voraussetzen.


"Facharzt für Plastische Chirurgie" kurz "Plastischer Chirurg"

oder Zusatzausbildung "Plastische Operationen".


Die mindestens 6-jährige Weiterbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie beginnt nach dem Abschluss des Studiums der Humanmedizin mit dem Erhalt der Approbation als Arzt. In der Weiterbildungsphase muss der Arzt ca. 600 Operationen selbstständig unter Anleitung eines erfahrenen Plastischen Chirurgen durchführen.
Nach diesen praktischen Erfahrungen und theoretischen Weiterbildungen muß der Arzt die Facharztprüfung an der jeweiligen Landesärztekammer ablegen. Erst dann erhält der Arzt offiziell den Titel "Facharzt für Plastische Chirurgie". Diese Facharztbezeichnung gibt dem Patienten die Sicherheit, dass der Arzt auch für die Krankheitsbilder auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie ausgebildet wurde.

Die Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen" können Fachärzte der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie erwerben. Diese Weiterbildung umfasst neben der Theorie auch eine umfangreiche praktische Seite und dauert zwei Jahre. Die Zusatzqualifikation bezieht sich dann aber immer nur auf das lokale Fachgebiet.

Allein diesen Titeln "Facharzt für Plastische Chirurgie" und der Zusatzbezeichnug: "Plastische Operationen" sollten Sie als Patient vertrauen.

Andere Bezeichnungen wie "Kosmetischer Chirurg", "Schönheitschirurg" oder "Ästhetischer Chirurg" sind in Deutschland keine geschützten Titel und können von jedem Arzt benutzt werden. Eine spezielle Weiterbildung wird vom Gesetzgeber nicht verlangt.

Das bedeutet: Jeder Arzt der hierzulande über eine Approbation verfügt könnte sich Schönheitschirurg nennen, dem schnöden Mammon frönend, ohne theoretisches Wissen oder gar praktische Erfahrung munter drauflosschnippeln. Sie wären zahlendes Versuchskaninchen.


Die Fachverbände

Ärzte werben auch mit der Mitgliedschaft in einer von inzwischen fast zwei Dutzend Gesellschaften oder Vereinigungen, die die Wörter "plastisch" und "ästhetisch" in ihren Namen tragen. Diese erwecken nach außen hin einen seriösen und kompetenten Eindruck. Bei manchen liegt die Zielsetzung vorrangig in der Vermarktung eigener Methoden. Informieren Sie sich vorab darüber, ob hinter den verheisungsvollen Namen auch Plastische beziehungsweise Ästhetisch-Plastische Chirurgen stehen.

Mitglieder der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC vormals VDPC) können ausschließlich Fachärzte für Plastische Chirurgie werden. Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ist aus der DGPRÄC hervorgegangen und hat die gleichen Zugangsvoraussetzungen. Alle übrigen Fachverbände nehmen auch weniger qualifizierte Mediziner auf.