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Vorbereitung einer Schönheitsoperation  -  So gehe ich vor

Erster Ansprechpartner sollte immer der Hausarzt sein. Er kennt Sie aus medizinischer Sicht am besten und kann eine erste Einschätzung treffen, ob Ihr Gesundheitszustand eine OP zuläßt.

Unabhängig davon, ob der Eingriff in Deutschland oder im Ausland stattfindet, sollten Sie alle Punkte unserer Liste sorgsam überprüfen. Denn sonst spielen Sie mit Ihrer Gesundheit und manchmal auch mit Ihrem Leben.


Checkliste für Ihr Beratungsgespräch beim Chirurg



  • Ergebnisse zeigen lassen. Besser noch Sie können mit dem einen oder anderen Patienten sprechen. Lassen Sie sich nicht blenden von Computeranimationen. Die Programme zeigen was der Programmierer will, nicht was der Chirurg kann.
     
  • Ist Ihr deutscher Chirurg "Facharzt für Plastische Chirurgie", oder besitzt er die Zusatzausbildung "Plastische Operationen". Auch im Ausland gibt es Facharztbezeichnungen.
     
  • Ist der Arzt bereit Ihre Fragen geduldig und umfassend zu beantworten, auch jene nach seiner Qualifikation und Spezialisierung? Denn auch ein Plastischer Chirurg, dessen Tätigkeit zu 90 Prozent aus Brustoperationen besteht, ist vielleicht nicht die erste Wahl bei einer hochkomplexen Nasenkorrektur. Fragen Sie ganz direkt nach Misserfolgen. Auch Ärzte sind Menschen und keine "Halbgötter in Weiß".
     
  • Die Frage Klinik oder Praxis stellt sich ohnehin nur bei kleineren, leichten Eingriffen. Aber auch dann muss eine Notfallüberwachung für mindestens 24 Stunden gewährleistet sein.
     
  • Wie die Praxis leider zeigt, können auch während einer Schönheitsoperation unerwartete Komplikationen auftreten. Ist die Klinik für diesen Fall gerüstet und verfügt über eine Intensiveinheit?
     
  • Welche Operationsmethode kommt zum Einsatz? Gibt es bereits ausreichende Erfahrung mit dieser Technik? Handelt es sich um ein auch von anderen Fachärzten anerkanntes Verfahren? Dies gilt vorallem dann, wenn es als "neu" oder "revolutionierend" angepriesen wird.
     
  • Wird der geplante Eingriff routinemäßig durchgeführt? Hat der Arzt ausreichende Erfahrung? Fragen Sie:"Wie oft haben sie jene Operationsmethode schon angewandt?" Eine barsche oder ausweichende Antwort sollte Ihnen zu denken geben.
     
  • Ein entscheidender Punkt ist die Aufklärungspflicht des Arztes. Vorsicht ist angebracht, wenn sich der Arzt nicht für Ihre Beweggründe, eventuelle Vorerkrankungen und die gesamte Lebenssituation interessiert.
     
  • Gleiches gilt, wenn der Eingriff als völlig problemlos und ohne jegliches Risiko dargestellt wird. Denn an den Folgen der ach so harmlosen Schönheitsoperationen ist schon so mancher Patient verstorben.
     
  • Achten Sie auf eine ausreichende Bedenkzeit zwischen Vorgespräch und der Operation. Der Versuch: "Wir sind sonst ausgebucht, aber für Sie haben wir noch einen Termin gefunden." sollte Sie nachdenklich stimmen. Denn entweder gibt es nicht so viele Interessenten wie behauptet, oder ein anderer Patient hat nach genauerer Prüfung eine andere Wahl getroffen.
     
  • Es ist keineswegs unseriös, aber auch nicht die Regel, wenn der Arzt für das Beratungsgespräch ein Honorar verlangt. Der Patient kann in jedem Fall eine entsprechende Beratungsleistung erwarten.
     
  • Die Operation wird immer im Anschluß an die erbrachte Leistung bezahlt. Ein Chirug der Vorkasse verlangt, hat wohl kein Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten. Dies sollte ihnen zu denken geben. Völlig abzulehnen ist eine Bezahlung in bar, ohne Rechnung oder Quittung.
     



Besondere Aufklärungspflicht bei Schönheitsoperationen


Ärzte müssen ihre Patienten bei kosmetischen Operationen besonders gründlich über die Risiken des Eingriffs aufklären. Mit diesem Hinweis hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen Chirurgen zu Schmerzensgeld, Schadensersatz und Rückzahlung seines Honorars verurteilt. [mehr ...]