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Brustvergrößerung

Die Brustvergrösserung ist ein rein kosmetischer Eingriff. Ziel ist es dem Wunsch der Patientin, nach einem besser proportionierten Körper und somit höherer Attraktivität, zu entsprechen.

Um das Brustvolumen zu vergrößern werden heute meistens Silikongelimplantate verwendet. Die Implantate sitzen in operativ geschaffenen Taschen über oder unter dem Brustmuskel. Für den Zugang existieren drei Möglichkeiten: in der Unterbrustfalte, am Unterrand des Brustvorhofes oder von der Achselhöhle aus. Die etwa 5-6 cm lange Narbe ist kaum sichtbar. In manchen Fällen ist eine gleichzeitige Bruststraffung angezeigt.

Auch heute sind Brustimplantate nicht für die Ewigkwit, sondern müssen spätestens nach 10-15 Jahren ausgetauscht werden. Die Brustkrebsvorsorgeuntersuchung wird nicht beeinträchtig.

Die Techniken der Brustvergrößerung sind aufgrund der millionenfachen Durchführung immer weiter verbessert worden. Negativschlagzeilen betreffen meist frühere Implantatmodelle, oder vorallem in Deutschland, nicht oder nicht ausreichend geschulte "selbsternannte Schönheitschirurgen". Auch nach einer erfolgreichen Brustvergrößerung müssen regelmäßige Nachuntersuchungen erfolgen, um den korrekten Sitz und die Undurchlässigkeit der Brustimplantate zu überprüfen. Auch ist eine erneute OP zum Austausch nach spätestens 10 bis 15 Jahren nötig.

Für viele Frauen ist der Wunsch nach Angleichung zweier unterschiedlich geformte Brüste, oder die Rekonstruktion der Brust nach einer Krebsoperation, die Triebfeder zur angestrebten Schönheitsoperation. In allen Fällen steht die Erhaltung der Funktion (Stillfähigkeit), die harmonische Anpassung an die vorhandene Körperform und nicht zuletzt die gesundheitliche Verträglichkeit des verwendeten Materials im Vordergrund.


Welche Implantate gibt es

Die Formvielfalt heutiger Implantate, rund oder tropfenförmig, kugelig oder eher flach, ist sehr groß. Mit viskosen Flüssigkeiten, das heißt Gel gefüllt Brustimplantate, bieten das natürlichste Tasterlebnis. Die Hülle ist heute nicht mehr glatt, sondern etwas angeraut (texturiert), um die Gefahr einer Gewebeverhärtung (Kapselfibrose) zu minimieren. Da ein Implantat immer als Fremdkörper empfunden wird, schließt sich das Brustgewebe wie eine Kapsel darum herum, was problemlos verlaufen, aber eben auch zu einer schmerzhaften Verhärtung des Gewebes führen kann.


Welche Füllung ist am geeignetsten

Heute sind ca 80 Prozent mit Silikon-Gel gefüllt, da es das natürlichste Aussehen erreicht. Die schweren Gesundheitsprobleme mit auslaufenden, flüssigen Silikonimplantaten führten zu einem Verbot in den USA. Heutige Implantate sind nicht mehr mit flüssigem, sondern mit gelförmigen Silikon gefüllt das nicht mehr auslaufen kann. Das Krebsrisiko für den Körper konnte mit keiner Studie nachgewiesen werden. Es gelang aber auch keiner Studie dieses Risiko komplett auszuschließen.

Nummer zwei ist Kochsalz und gesundheitlich unbedenklich, allerdings ist es flüssig und daher ästhetisch nicht so ansprechend.


Brustverkleinerung und Bruststraffung


Bei der Brustverkleinerung handelt es sich überwiegend um einen medizinisch notwendigen Eingriff. Durch die Reduktion sehr großer Brüste wird eine Entlastung der Wirbelsäule und somit eine bessere Körperhaltung ermöglicht. Die hohe Gewichtsbelastung führt häufig zu andauernden Rückenbeschwerden der betroffenen Patientinen.

Die medizinisch indizierte Brustverkleinerung gehört daher zu den wenigen Operationen, die unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Dagegen gehört die Bruststraffung zu den rein kosmetischen Eingriffen. Ihr Ziel eine bessere Formgebung des mit zunehmenden Alters mehr oder weniger erschlafenden Brustgewebes.

Bei der Brustverkleinerung wird das Brustvolumen, je nach individuellem Befund, durch Entfernung der unteren Brustpartien reduziert. Die Brustwarze und der Warzenvorhof werden sorgfältig herauspäpariert und in die korrekte Position verbracht. Es entsteht eine kreisförmige Narbe um den Warzenvorhof und eine senkrechte Narbe vom Vorhof zur Unterbrustfalte. Bei großem Brustvolumen ist eine zusätzliche Narbe in der Unterbrustfalte unvermeidbar.

Die Operationstechnik der Bruststraffung ist sehr ähnlich. Der überschüssige Hautmantel wird entfernt, sowie Brustwarze und Warzenvorhof werden neu positioniert.

Schwangerschaften, Gewichtsschwankungen etc. können zu erneuter Grössenzunahme oder Erschlaffung der Brüste ühren.


Besondere Aufklärungspflicht bei Schönheitsoperationen


Ärzte müssen ihre Patienten bei kosmetischen Operationen besonders gründlich über die Risiken des Eingriffs aufklären. Mit diesem Hinweis hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht einen Chirurgen zu Schmerzensgeld, Schadensersatz und Rückzahlung seines Honorars verurteilt. [mehr ...]