Fettabsaugung – Schönheitschirugie Informationen
20.000 Mal im Jahr kriegen die Deutschen im Jahr ihr Fett weg – das nahe Ausland nicht mitgezählt. Einige eiserne Reserven, die der Körper sich an unvorteilhaften Stellen lagert, sind auch nicht durch Diäten oder Training weg zu bekommen. Hier hilft die Fettabsaugung oder Liposuktion, die am gesamten Körper durchführbar ist.
Jedoch ist die Fettabsaugung kein Freischein für ein üppiges Leben auch wenn man die finanziellen Möglichkeiten für eine jährliche „Rundum-Absaugung“ hat. Sport und eine gesunde Ernährung sollten den Eingriff unterstützen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Bei starkem Übergewicht ist eine Absaugung keine Lösung. Hier muss vorab eine Gewichtsreduktion z.B. durch ein Magenband oder –ballon erfolgen.
Die am meisten abgesaugten Bereiche sind Bauch, Oberschenkel, Knie, Waden, Hüfte, Taille und Po sowie Oberarme und Halsbereich (Doppelkinn). Bei Männern zusätzlich der Brustbereich. Ein typischer Bierbauch ist übrigens nicht durch eine Fettabsaugung zu verringern, da das Fett zwischen den Organen im Bauchraum sitzt. Auch Cellulite verschwindet durch den Eingriff nicht. Eine Liposuktion ist dauerhaft – Die Anzahl Fettzellen bleibt ohne Eingriff immer die gleiche, eine gesunde Ernährung und sportliche Betätigung lässt nur deren Inhalt verschwinden. Beim Absaugen werden jedoch die gesamten Zellen entfernt und können somit nicht mehr befüllt werden.
Die Kosten sind abhängig von Fettmenge, Körperregion, Narkosetechnik, körperliche Verfassung des Patienten und speziellen Wünschen.
Der 1-3 stündige Eingriff wird teilweise ambulant (Doppelkinn, Arme) durchgeführt, eine Nacht in der Klinik hat aber Vorteile falls Komplikationen entstehen. Der Chirurg zeichnet vorab in Absprache mit dem Patienten die zu formenden Körperstellen an. Nun erfolgt eine Vollnarkose, bei kleineren und modernsten Methoden nur ein Dämmerschlaf oder eine örtliche Betäubung. Kleine Schnitte von einem bis vier Millimeter an unauffälligen Stellen ermöglichen dem Arzt den Zugang zum Unterhautfettgewebe. Dieses wird durch die unten angeführten Methoden von Knochen und Muskeln gelöst und dann durch eine Kanüle abgesaugt. Grundsätzlich können pro Eingriff maximal 5 Liter Fett entfernt werden, da sonst der Organismus überlastet wird.
Bei allen Methoden entsteht ein starker Flüssigkeitsverlust, welcher mit Kochsalzlösung schon während der Operation wieder ausgeglichen wird. Außerdem wird eine Drainage für den Abfluss von Blut und Gewebsflüssigkeit nach der Operation gelegt und die Einstichstellen wenn nötig chirurgisch verklebt ode genäht. Nach der Operation trägt der Patient einen engen Verband, ein Mieder oder eine Kompressionshose an um die neue Körperform zu stützen und das Gewebe dazu zu bringen, in ästhetischer Kontur wieder zusammen zu wachsen. Durch kleine Gewebsverletzungen entstehen meist Blutergüsse, die jedoch nach wenigen Wochen verschwinden. Nach 2-3 Tagen ist der Patient in der Regel wieder voll arbeitsfähig. In einigen Fällen sollte eine Bauchstraffung zusammen mit der Absaugung durchgeführt werden. Hierüber sowie über Risiken, die für Sie optimale Methode und weitere Details berät Sie gern Ihr Fachteam.
Moderne Techniken wie die Tumeszenzmethode (Aufschwemmen des Gewebes) und das Ultraschallverfahren (Lösung durch Ultraschallwellen) für eine Anlösung des Fettgewebes vor dem Absaugen bringen gegenüber der älteren Absaugverfahren Vorteile für umliegende Gefäße, Nerven und das Bindegewebe. Beim „Lipopulsing“ wird das Lösen durch Vibrationen verursacht, was mit dünneren Kanülen noch schonender ist, kleinere Einstiche erfordert und zusätzlich eine Anregung der Haut mit sich bringt. Somit kann die Methode auch geringfügig gegen Cellulite helfen.