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Karies durch Xylitol vermeiden

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Dank seiner antikariogenen Eigenschaften ist Xylit, auch Xylitol, Birkenzucker oder Zahnzucker genannt, sehr gut geeignet die Bildung von Plaque einzuschränken und die Produktion zahnschädigender Säuren einzudämmen - der beiden Hauptursachen von Karies.

In Fachkreisen kennt man den Zucker, der die Zähne schützt anstatt ihnen zu schaden, bereits seit 40 Jahren. Dennoch weiß kaum ein Laie um die Substanz und ihren wirksamen Kariesschutz. Dabei wurden bislang beinahe 300 Studien veröffentlicht, die sich mit Xylitol und dessen Auswirkungen auf das Entstehen von Karies befassen.

Karies vermeiden - Turku-Zuckerstudien


Schon in den 1970er Jahren entdeckten Wissenschaftler aus Finnland, dass Xylitol auch eine antikariogene Wirkung hat. An der Universität Turku (Finnland) wurden in den Jahren 1972 bis 1975 zwei klinische Studien (bekannt als Turku-Zuckerstudien (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1067728) unter Leitung von Prof. Kauko K. Mäkinen) durchgeführt, die zweifelsfrei belegten, dass die Verwendung von Xylitol Karies signifikant reduzieren kann. Getestet wurden in der ersten Studie drei Gruppen mit insgesamt 115 Probanden. Während die erste Gruppe ausschließlich Lebensmittel erhielt, die mit Fructose (Fruchtzucker) gesüßt wurden, erhielt die zweite Gruppe Lebensmittel, die stattdessen mit Xylit (Zahnzucker) gesüßt waren. Die dirtte Gruppe erhielt Saccharose (Haushaltszucker) und diente zur Kontrolle.

Als Maßstab diente der DMFS-Index, der die genaue Zahl der extrahierten, gefüllten oder akut kariösen Zähne angibt. In der Saccharose-Gruppe nahm dieser Index (jeder Punkt entspricht einem geschädigtem Zahn) um 7,2 Punkte zu, in der Fructose-Gruppe um 3,8 Punkte und in der Xylit-Gruppe blieb er unverändert. Einfach formuliert heißt das: In der Gruppe, die Xylit bekam, entspricht dies einer hochsignifikanten Reduzierung der Karies um über 85% und in der Gruppe die Fructose erhielt noch einer Reduktion um immerhin 30% im Vergleich zur Saccharose-Gruppe.

Während der zweiten Turku-Zuckerstudie bekamen 100 Teilnehmer in einem Zeitraum von einem Jahr entweder 7 g Xylitol oder 7 g Saccharose in Form von Kaugummis. Der Karieszuwachs war in der Gruppe der Xylitoltester um 82% niedriger als in der Gruppe, die Saccharose einnahm. Da beide Testgruppen Kaugummis erhielten, war der Kaueffekt an diesem Schlussergebnis nicht beteiligt.




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Xylit reduziert die Plaquebildung


Das Wachstum der Bakterien, die Karies verursachen, wie beispielsweise Streptococcus mutans, wird gehemmt. Zum Teil sind diese Bakterien nicht fähig den Zuckeralkohol überhaupt zu verstoffwechseln und wenn doch, werden damit erheblich weniger zahnschädliche Säuren produziert. Die regelmäßige Einnahme reduziert auch die Fähigkeit der Kariesbakterien, an Zahnoberflächen zu haften. Außerdem senkt der regelmäßige Verzehr die Streptokokkenzahl im Speichel und in der Plaque. Auch die Bildung schädlicher Säuren in der Plaque kann durch Xylitol reduziert werden.

Die tägliche Einnahme von 3,4 g Xylitol über einen Zeitraum von vier Wochen senkt die Plaquebildung bereits um ein Drittel. Dies zeigt eine aktuelle Studie schwedischer Wissenschaftler. Um die Produktion der Säuren zu reduzieren, war eine tägliche Einnahme von 6 g Xylitol notwendig. Als wirksame Dosis gelten im Allgemeinen fünf bis zehn Gramm Xylitol am Tag. Erreicht wird diese Menge beispielsweise indem, im Idealfall direkt nach den Mahlzeiten, sechs Kaugummis über den Tag verteilt gekaut werden.

Die Reduktion der Bakterien im Mundraum hat den willkommenen Nebeneffekt, dass sich eventuell vorhandener Mundgeruch verringert und einer Infektion im Hals-Nasen-Ohrenbereich, z.B. einer Mittelohrentzündung vorgebeugt wird.




Remineralisation durch Xylit


Die Remineralisation beginnender kariöser Schmelzveränderungen ist ein natürlicher anti-kariogener Effekt. Der Speichelgehalt an Calcium, Phosphat und Fluorid hat eine remineralisierende Wirkung auf die Zahnoberflächen, wobei dieser Prozess sehr langsam abläuft. Auch Xylit wird eine remineralisierende Wirkung zugeschrieben, jedoch ist dieser Wirkungsmechanismus nicht vollständig abgeklärt. Einen wichtigen Anhaltspunkt für eine Remineralisation unter Xylit-Einfluss fand sich in der Belize-Studie. Man beobachtete dort ein Wiedererhärten in 10-27% der Karies Läsionen (Schädigungen durch Karies). Die Belize-Studien wurden als offizielles Programm der University of Michigan durchgeführt und die beteiligten Zahnärzte kamen aus Finnland, den USA und Belize.




Karies bei Kindern verhindern


Neben den eigenen Zähnen kann Xylitol auch die Zähne von Babys und Kleinkindern schützen. Das Kariesrisiko der eigenen Kinder kann von Müttern drastisch gesenkt werden, durch einfaches kauen von Kaugummis, die Xylit enthalten.

Denn die Mundhöhle eines Neugeborenen ist zunächst absolut steril. Erst durch den Speichel der Mutter gelangen Bakterien in die Mundhöhlen der Kinder, die Karies fördern. So werden diese beispielsweise bei einem Kuss oder dem gemeinsamen Nutzen des Bestecks übertragen. Reduziert die Mutter die Streptokokkendichte in ihrem Speichel, senkt dies automatisch das Risiko, die Bakterien zu übertragen.

Eine finnische Mutter-Kind-Studie von Söderling et al., an der 195 Mütter neugeborener Kinder teilnahmen, zeigte dies im Jahr 2000 (Quelle: “Journal of Dental Research“, B. 79 (3), S. 882 bis 887). Nach der Geburt kauten 120 Frauen in einem Zeitraum vom 3-ten bis zum 24-ten Monat vier Mal am Tag Xylitkaugummis, während die restlichen Testerinnen in dieser Zeit entweder Lackbehandlungen mit Fluorid, um den Zahnschmelz zu stärken oder mit Chlorhexidin, um die Bakteriendichte zu reduzieren, bekamen. Aus der Xylitol-Gruppe wiesen 9,7% der Kinder mit zwei Jahren Streptococcus-mutans-Besiedlungen auf, während 28,6% der Kinder aus der Chlorhexidin-Gruppe und 48,5% der Fluorid-Kinder diese Besiedlungen zeigten.
Dieselben Kinder wurden mit fünf Jahren erneut untersucht. Diese Untersuchung ergab, dass die Kinder aus der Xylitol-Gruppe 70% weniger Schäden durch Karies aufwiesen, als die anderen Kinder (Quelle: „Journal of Dental Research“, B.79(11), S. 1885-1889). Das Ergebnis dieser Mutter-Kind-Studie belegt eindeutig den hohen Nutzen von Xylitol um Karies bei Babys und Kleinkindern wirkungsvoll zu verhindern.




Schwangere Frauen besser informieren


Kaum eine schwangere Frau kennt die Wirkung von Xylitol, auch wenn die Studienergebnisse sehr gut ausfallen. Die Zuverlässigkeit der Studien bestätigt auch Professor Dr. med. dent. Christian Hirsch (Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde / Universitätsklinikum Leipzig). Jedoch werde die Zielgruppe für diese Maßnahme zur Prävention kaum erreicht. Hirsch hält das breite Streuen der Informationen für sinnvoll, damit so viele Kinder wie möglich von Xylitol und dessen Wirkung profitieren können. Leider sind xylithaltige Produkte teuer.





Industrielle Herstellung


Durch eine Reduktion von Holzzucker (auch Xylose genannt) synthetisierten bereits im Jahr 1891 die Chemiker Emil Fischer aus Deutschland und Emil Bertrand aus Frankreich Xylitol. Der Zuckeralkohol (Pentanpentaol) kommt in einigen Gemüsesorten, Früchten und Pilzen vor und enthält fünf Kohlenstoffatome. Er befindet sich außerdem in der Rinde mancher Holzarten, beispielsweise der Birke (Birkenzucker) sowie in kleineren Mengen auch in Mais, Pflaumen, Getreide und Himbeeren. Industriell wird Xylitol hauptsächlich durch die Reduktion von Xylose aus Maiskolbenresten gewonnen, da diese in großen Mengen verfügbar sind.




Genauso süß wie Haushaltszucker


Haushaltszucker - auch Saccharose genannt - und Xylit unterscheiden sich bezüglich der Süßkraft kaum. Jedoch ist der Brennwert bei Xylit um circa 40% niedriger als bei Saccharose - heißt 40% weniger Kalorien. In Zahlen weist Xylit 2,4 kcal/g auf, während Saccharose im Vergleich einen Kaloriengehalt von 4,0 kcal/g besitzt. Ähnlich wie Menthol zeigt die Substanz im Mund eine kühlende Wirkung, da sie ihrer Umgebung Wärme entzieht.




Xylit als Alternative für Diabetiker


Da Xylit unabhängig von Insulin verstoffwechselt wird, ist es auch für Diabetiker gut geeignet. Xylitol entsteht im Körper beim Glucosestoffwechsel als Zwischenprodukt, wodurch die Leber täglich etwa 5 bis 15 Gramm Xylitol produziert. Es kann daher auch in größeren Mengen eingenommen werden, da es für den menschlichen Körper sehr gut verträglich ist. Lediglich eine abführende Wirkung kann bei der Einnahme zu hoher Dosen eintreten. Als oberste Grenze gelten anfangs 20 g als Einzeldosis und eine tägliche Gesamtmenge von maximal 50 bis 70 g Xylit. Hat sich der menschliche Körper über einige Zeit an den "neuen Zucker" gewöhnt, können auch 200 g am Tag problemlos konsumiert werden.




Empfehlungen der Redaktion


Der tägliche Verzehr von Xylitol ist besonders für Menschen mit hohem Kariesrisiko sowie für Mütter neugeborener Kinder als Ergänzung zur Mundhygiene empfehlenswert. Empfohlen wird der tägliche Verzehr von etwa 7-10 g Xylitol, wobei diese Menge idealerweise auf mindestens drei bis fünf Einheiten verteilt werden sollte. Am besten morgens und abends die Zähne putzen und direkt nach den übrigen Mahlzeiten dann Xylitol. Noch besser, auch nach kleinen Snacks den Xylitolkaugummi nicht vergessen. Allgemein sind Kaugummis den Bonbons oder Lutschpastillen mit Xylit vorzuziehen. Neben der Anregung des Speichelflusses mit dem eine Spülwirkung der Zähne einhergeht, wird durch den mechanischen Kauvorgang auch die Anhaftung von Plaque (Zahnbelag) an den Zähnen erschwert.





Studienergebnisse zu Sorbitol


Für Sorbitol, ein Zuckeralkohol der sich ebenfalls oft in sogenannten Zahnpflegekaugummis findet, treffen all die antikariogenen Eigenschaften nicht zu! Ganz im Gegenteil! Eine Studie (Wennerholm et al., 1994) kommt zu dem Ergebnis: dass gewohnheitsmäßiger Sorbitolkonsum die Anzahl von Streptokokkus Mutans in der Plaque sogar erhöhen kann. Grund: Xylitol wird von Oralen Bakterien nicht verstoffwechselt und es tritt auch keine Langzeitanpassung auf. Sorbitol kann dagegen mit der Zeit immer besser fermentiert werden, und es erhöht sich dabei sogar die Anzahl der Mutans-Streptokokken (Kalfas et al., 1990).
(Weitere Quelle: Prof. Kauko Mäkinen, Universität Turku, Finnland: "Der Einsatz von Xylit in der Kariesprophylaxe", S 38:) "Zusammenfassend kann man sagen, dass Experimente im Labor und klinische Studien gezeigt haben, dass Sorbit das Wachstum von verschiedenen Streptococcus-mutans-Arten fördert, obwohl die Säureproduktion aus Sorbit normalerweise niedrig sein kann."




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Xylit, auch als Xylitol oder Zahnzucker bekannt, kommt praktisch in jeder Pflanze vor. Es handelt sich bei Xylit um einen Zuckeralkohol, der von Emil Fischer, Nobelpreisträger des Jahres 1912 für Chemie entdeckt worden ist. Xylit hat die gleiche Süßkraft wie Zucker und kann auch genau wie Zucker verwendet werden. Einzig der Zuckerersatzstoff Xylit besitzt die Eigenschaft, von dem kariesauslösenden Bakterium Streptococcus mutans, nicht zu Säure verstoffwechselt zu werden. Für alle anderen Zuckereraustauschstoffe wie Sorbit oder Mannit trifft dies NICHT zu. Dies macht Xylit ideal als vorbeugende Maßnahme gegen Karies.

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Die Zahnbürste to go - Xylit Kaugummi



Länder wie Deutschland, Österreich oder die Schweiz gehören zu den reichsten Regionen unserer Erde. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung erreicht Spitzenwerte. Dennoch scheinen bakterielle Infektionskrankheiten wie Karies oder Parodontitis nicht wirklich unter Kontrolle, wenn nahezu jeder Erwachsene davon betroffen ist.

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