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Karies bei Kindern vermeiden - Xylit ist erste Wahl

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Karies bei einem Mädchen

Xylit oder Karies


Nicht nur die Zähne von Mutter und Vater kann Xylit (auch als Xylitol oder Zahnzucker bezeichnet) vor Karies schützen, sondern auch die Zähne von Säugling und Kleinkind. Denn alle, die mit Babys und Kleinkindern in engem Kontakt stehen, können das Kariesrisiko dieser Kinder drastisch senken, indem Sie die eigenen Kariesbakterien reduzieren. Durch kauen eines Kaugummis nach jeder Mahlzeit, der zu 100% nur mit Xylit gesüßt wurde.



Warum nur Xylit?


Bei allen Neugeborenen ist die Mundhöhle zunächst absolut steril. Erst der Speichel von Mutter und Vater, oder anderen nahen Bezugspersonen, enthält praktisch immer Kariesbakterien und so gelangen die Keime in die Mundhöhlen der Kinder. Denn Karies ist die am weitesten verbreitete, ansteckende Infektionskrankheit der westlichen Welt. So werden kariogene Keime „Streptococcus mutans“ beispielsweise durch Küssen oder die gemeinsame Nutzung von Besteck übertragen. Reduzieren die Bezugspersonen die Karies-Bakterien in ihrem Speichel, so sinkt automatisch das Übertragungsrisiko auf das Kind. Xylit trägt entscheidend zu dieser Reduzierung bei.




Mutter-Kind-Studie zu Karies bei Kindern


Den Beweis lieferte im Jahre 2000 eine finnische Mutter-Kind-Studie von Söderling et al., an der 195 Mütter neugeborener Kinder teilnahmen (Quelle: “Journal of Dental Research“, B. 79 (3), S. 882 bis 887 oder Söderling et al., 2000). 120 Frauen kauten vier Mal am Tag Xylitkaugummis innerhalb eines Zeitraums von 4 bis 24 Monaten nach der Entbindung (die Periode, in der sie Xylit erhielten, dauerte insgesamt ca. 21 Monate), während die beiden Kontrollgruppen entweder Lackbehandlungen mit Fluorid-Lack erhielten, um den Zahnschmelz zu stärken oder mit Chlorhexidin-Lack, um die Bakteriendichte zu reduzieren. Darüber hinaus wurden keine besonderen Ernährungs- oder Mundhygieneregeln beachtet. Die Babys und Kinder kauten weder Xylit-Kaugummis noch wurden sie anderweitig behandelt. Im Alter von 2 Jahren wurde erstmals die Anzahl der Kariesbakterien (Streptococcus mutans) im Zahnbelag (Plaque) der Kinder bestimmt. Die Streptokokken-Werte der Kinder, deren Mütter in der Fluorid-Gruppe waren, lagen um 400 Prozent höher, die Werte der Chlorhexidin-Gruppe um 200 Prozent höher, als die der Xylitol-Gruppe.

Mit anderen Worten:


  • die Kinder der Xylit-Gruppe waren zu 90,3% kariesfrei,
  • die Kinder der Chlorhexidin-Gruppe zu 71,4%
  • und die Kinder der Fluorid-Gruppe nur zu 51,5%.



Langzeiterfolg von Xylit gegen Karies


Nach fünf Jahren wurden dieselben Kinder erneut untersucht. Diese Untersuchung ergab, dass die Kinder aus der Xylitol-Gruppe 70% weniger Schäden durch Karies aufwiesen, als die anderen Kinder (Quelle: „Journal of Dental Research“, B.79(11), S. 1885-1889 oder Isokangas et al., 2000). Das Ergebnis dieser Mutter-Kind-Studie belegt eindeutig den hohen Nutzen von Xylitol um Karies bei Babys und Kleinkindern wirkungsvoll zu verhindern.


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