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Entfernung der Besenreiser


Als Besenreiser bezeichnet man kleinste, erweiterte und mit Blut gefüllte Venen, die sich meist fächerförmig auf den Oberschenkeln und den Innenseiten der Unterschenkeln abzeichnen. Ursache für die blauen oder roten Verästelungen unter der Haut ist meistens eine genetische Veranlagung.
Besenreiser sind manchmal ein Hinweis für sehr tief sitzende Krampfadern. Wenig Bewegung, Übergewicht und eine Tätigkeit, die langes Stehen erfordert, tragen zur Entstehung von Besenreisern bei. Besenreiser sind hauptsächlich ein ästhetisches Problem und nur selten schmerzhaft.

Voraussetzung für eine Entfernung ist, dass der Patient ein Mindestalter von 18 Jahren hat. Die etwa halbstündige Operation wird ambulant durchgeführt. Ziel ist es, der Haut ein schöneres Erscheinungsbild zu verschaffen. Vollständig entfernt werden kann die für die Verfärbung verantwortliche Gefäßerweiterung in der Regel nicht. Sie wird nur so fein zerteilt, dass die einzelnen Gefäße mit dem bloßen Auge nicht mehr sichtbar sind.


Vor der eigentlichen Behandlung müssen zunächst die Verbindungsvenen zum tiefen Venensystem lokalisiert werden. Dies geschieht mittels Ultraschalluntersuchungen. Werden dabei tiefer liegende Krampfadern entdeckt, sollten diese vorab entfernt werden, da sich sonst die Besenreiser immer wieder neu bilden können. Der erste Schritt der Besenreiser-Entfernung besteht nun darin, die nicht sichtbaren Verbindungsvenen unter lokaler Betäubung zu durchtrennen.

Um die sichtbaren Gefäßerweiterungen zu entfernen, stehen dem Arzt verschiedene Techniken zur Wahl.
Eine gängige Methode ist die so genannte Sklerosierung, die Verödung der Besenreiser. Dabei injiziert der Arzt mit einer sehr dünnen Nadel eine alkoholähnliche Substanz in die betroffene Vene. Die eingespritzten Substanzen verursachen eine winzige Entzündung in dem Blutgefäß. Das Blut gerinnt und es findet kein Blutfluss mehr statt. Die funktionslos gewordene Vene wird vom Körper abgebaut.
Die Behandlung erstreckt sich über mehrere Monate, eine Sitzung dauert ca. 15 Minuten. Bei größeren Besenreisern sind mehrere Sitzungen erforderlich. Die Verödungsmethode ist auf die oberste Hautschicht begrenzt und so gut wie schmerzfrei. Eine Betäubung ist nicht notwendig.

Bei der Lasertherapie werden die Besenreiser verdampft. Man arbeitet mit Farbstoff-Lasern einer Wellenlänge, die so gewählt ist, dass der Strahl hauptsächlich die roten Strukturen der erweiterten Äderchen beseitigt. Man setzt mehrere Laserpunkte pro Gefäßbäumchen.
Besonders geeignet ist die Lasertherapie für die Entfernung roter Flecken, so genannter Makulae. Das Verfahren hat den Vorteil, dass das anschließende Tragen von Kompressionsstrümpfen oft entfallen kann und die umgebenden Gewebe geschont werden. Damit ist jedoch gleichzeitig der Nachteil verbunden, dass tiefer liegende Bereiche weniger gut erreicht werden und die Methode daher nur bedingt einsetzbar ist. In vielen Fällen wird eine Kombination aus Verödungs- und Lasertherapie eingesetzt.

Bei der Elektrokauterisation werden die Besenreiser ?verkocht?. Es werden Diathermienadeln eingeführt, zwischen denen ein schwacher Strom fließt. Pro Gefäß sind mehrere Stiche notwendig, da der Strom immer nur zwischen den Polen fließen kann. Die Behandlung findet unter lokaler Betäubung statt. Frauen mit sehr empfindlicher Haut ist von der Methode abzuraten.

Bei der Radiowellen-Therapie, auch als Closure-Verfahren bekannt, führt der Arzt durch einen kleinen Nadelstich eine Radiowellensonde in die betroffene Vene ein. Durch die übertragene Hochfrequenzenergie wird Hitze erzeugt, die das Blutgefäß verklebt. Die Reste der Vene werden vom Körper abgebaut.

Bei den meisten Behandlungsarten klebt der Arzt nach dem Eingriff spezielle Kompressionstupfer auf die Haut. Darüber werden Kompressionsstrümpfe gezogen, die bis zu sechs Wochen getragen werden sollten, um den Therapieerfolg zu garantieren.
Die Risiken bei der Entfernung von Besenreißern sind gering und eher allgemeiner Natur, worunter Nachwirkungen wie blaue Flecken oder kleinere Verletzungen der Hautnerven fallen können, die sich aber in der Regel rasch zurückbilden.
Etwa 12 Stunden nach der Operation können die Patienten wieder duschen und nach einer Woche auch Sport treiben.

Die Kosten müssen in der Regel selbst getragen werden, da die Operation fast immer aus kosmetischen Gründen vorgenommen wird.







Medizin und Gesundheit wurde am 12. February 2012 um 00:05:03 Uhr aktualisiert. 

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